Das Andreasfenster im Dialog
Ein einzigartiges Glasfenster im Mittelpunkt von Restaurierung und moderner Kunst
veröffentlicht am 04.09.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min.
Das spätmittelalterliche Andreasfenster aus der Kapelle des Bischofs Albert von Wertheim am Bamberger Dom ist ein einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Glasmalerei in Bamberg. Im Diözesanmuseum ist die Restaurierung dieses hochkarätigen Kunstwerks Anlass für die Sonderausstellung „Fragiles Erbe – bleibendes Licht“, die den Bogen spannt von der traditionellen Herstellung von Echtantikglas zu zeitgenössischen Künstlerfenstern.
Das um 1414 entstandene Andreasfenster wird während der Ausstellung in einer Schaurestaurierung untersucht und konservatorisch bearbeitet. Besucherinnen und Besucher können zeitweise der Restauratorin bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und erleben, wie viel Fachwissen, Präzision und Sorgfalt erforderlich sind, um dieses empfindliche Kulturgut für kommende Generationen zu bewahren.
Ergänzt wird die Präsentation durch Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die das Thema Licht, Farbe und Transparenz neu interpretieren und mit dem historischen Original in einen spannenden Dialog treten. So verbindet die Ausstellung mittelalterliche Handwerkskunst mit aktuellen künstlerischen Positionen und eröffnet neue Perspektiven auf die Faszination der Glasmalerei.
Wer mehr über die Geschichte des Andreasfensters und seine Restaurierung erfahren möchte, hat dazu bei den öffentlichen Führungen Gelegenheit. Die nächsten Termine finden am Mittwoch, 13. August, um 17 Uhr sowie am Donnerstag, 21. August, um 12.30 Uhr im Diözesanmuseum Bamberg statt. Am 3. September um 17 Uhr wird zum AfterWork geladen. Infos und Anmeldung für Gruppenführungen: domus@erzbistum-bamberg.de
Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.dioezesanmuseum-bamberg.de.