Ausstellungen

Walter Moers im Stadtmuseum Erlangen

Eine umfassende Werkschau zeigt Zeichnungen, Figuren und das literarische Universum Zamonien

veröffentlicht am 14.07.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Walter Moers, Hildegunst von Mythenmetz

Walter Moers, Hildegunst von Mythenmetz, Foto © Penguin-Verlag in der Penguin-RandomHouse-Verlagsgruppe GmbH, München

Mit der Ausstellung „Was gibt’s denn da zu lachen? Die komische Kunst des Walter Moers“ widmet das Stadtmuseum Erlangen dem Autor und Zeichner eine umfassende Werkschau. Moers, der seit den frühen 1990er Jahren als Comiczeichner und Schriftsteller gleichermaßen hervorsticht, zählt zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Bekannt wurde er zunächst mit provokanten Figuren wie dem „Kleinen Arschloch“ oder „Adolf, die Nazi-Sau“, bevor er mit Käpt’n Blaubär ein breiteres Publikum erreichte und diesen Erfolg 1999 mit dem Roman „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ literarisch fortführte.

Im Zentrum seines Werks steht die fiktive Welt Zamonien, ein über mehrere Romane hinweg entwickeltes literarisches Universum. Figuren wie der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz führen durch eine Welt, in der Bücher, Geschichten und Sprache selbst zum Gegenstand werden. Werke wie „Die Stadt der Träumenden Bücher“, „Ensel und Krete“ oder „Der Schreckensmeister“ verbinden erzählerische Fantasie mit sprachspielerischen Elementen und zahlreichen literarischen Anspielungen.

Die Ausstellung macht diese Verbindung von Text und Bild anhand einer Vielzahl von Exponaten sichtbar. Gezeigt werden Hunderte Originalzeichnungen, Ölgemälde, Modelle und Figuren, die das visuelle und erzählerische Universum Moers’ erschließen. Ergänzt wird die Präsentation durch Arbeiten aus seinem neuesten Projekt um den Gallertprinzen „Qwert“, deren Originalzeichnungen erstmals öffentlich zu sehen sind. Damit bietet die Schau einen Einblick in aktuelle Entwicklungen seines Werks ebenso wie in dessen Anfänge.

Die Werkschau entsteht in Kooperation mit dem Internationalen Comic-Salon Erlangen sowie der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Über die gesamte Laufzeit wird sie von einem Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen und Workshops ergänzt. Die Ausstellung versammelt damit zentrale Werkgruppen eines Autors, der Comic, Literatur und Illustration miteinander verbindet und über Jahrzehnte hinweg ein eigenständiges künstlerisches Universum entwickelt hat. Ergänzend zur Ausstellung erscheint ein begleitendes Programm mit Veranstaltungen, das die unterschiedlichen Aspekte von Moers’ Werk vertieft und die Ausstellung in einen größeren kulturellen Kontext stellt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. September 2026 im Stadtmuseum Erlangen zu sehen. Weitere Informationen unter www.stadtmuseum-erlangen.de.

Passende Termine zum Artikel

Schlagworte:

Ähnliche Artikel: