Szene

Von A wie atemberaubend bis Z wie zünftig

Die Kulturfabrik Roth setzt in ihrer neuen Spielzeit auf Unterhaltung mit Profil

veröffentlicht am 12.09.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min.

Wolfgang Krebs

Wolfgang Krebs, Foto © Severin Schweiger

Die neue Spielzeit der Kulturfabrik Roth hat ein klares Markenzeichen: Vielfalt. Kabarett trifft auf Singer-Songwriter, Poetry Slam auf Theater, Familienprogramm auf Live-Reportage. Dazwischen stehen Künstlerinnen und Künstler, die seit Jahren zu den prägenden Stimmen ihrer Genres gehören. Die 36. Saison verspricht damit ein Programm, das weit über klassische Kleinkunst hinausgeht.

Den Schwerpunkt bildet das Kabarett – und das hochkarätig besetzt. Gleich zum Auftakt im September eröffnet Wolfgang Krebs mit seinem neuen Programm „Bayern liebt dich“ die Saison (19.9.), kurz darauf folgt Eva Karl Faltermeier mit „Ding Dong“ (25.9.). Im weiteren Verlauf geben sich Christine Eixenberger, Michael Altinger, Ralf Winkelbeiner und Bruno Jonas die Klinke in die Hand. Unterschiedlicher könnten ihre Handschriften kaum sein, gemeinsam stehen sie jedoch für intelligentes, pointiertes und zeitgemäßes Kabarett.

Humor bekommt dabei viele Gesichter. Die NouWell Cousines verbinden in „Boaznklassik“ musikalische Virtuosität mit feinem Witz und führen die Tradition der Well-Familie auf ihre eigene Weise fort (4.10.). Claudia Pichler mischt in „Kopfnuss und Konterbier“ Tiefgründiges, spaßige Lieder und herrlichen Schmarrn zu einem Abend, der ebenso unterhaltsam wie nachdenklich sein will (23.10.). Wer lieber selbst die Sprache in den Mittelpunkt rückt, dürfte beim Frankenslam auf seine Kosten kommen, wenn sich Poetinnen, Poeten und Autorinnen im Wettstreit um die fränkische Poetry-Slam-Meisterschaft messen (10.10.).

Neben dem Kabarett setzt die Kulturfabrik starke musikalische Akzente. Curtis Stigers gastiert Anfang November mit Songs aus mehr als drei Jahrzehnten seiner Karriere in Roth (4.10.). Kurz vor Weihnachten schlägt Pippo Pollina gemeinsam mit seinem Quartetto Acustico leisere Töne an und präsentiert mit „La vita è bella cosi com' è – Das Leben ist schön, so wie es ist“ einen musikalischen Jahresausklang (17.12.).

Zwischen den humorvollen und musikalischen Abenden bleibt auch Raum für besondere Momente. Andreas Stock bringt stellvertretend für die verstorbene Lizzy Aumeier deren letztes Programm „Freudenschmaus“ auf die Bühne – begleitet von Svetlana Klimova und Sergey Vlasov (29.11.).

Nach der Weihnachtspause geht das Programm abwechslungsreich weiter. Das Familienmusical „Dornröschen“ (17.1.), das Chiemgauer Volkstheater mit „Der Hosenkavalier“ (22.1.) und der satirische Jahresrückblick von Mathias Tretter (23.1.) zeigen ebenso unterschiedliche Perspektiven wie der Auftritt von Eisi Gulp am 28. Februar.

Weitere Informationen zum Programm findet man unter www.kulturfabrik.de.

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